VPNberater

Surfshark im Test 2026

8/10

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Top-VPNs.

:

    Niedrigster Preis:

    1.99€ / pro Monat

    Funktioniert mit:

    Malte Dreher

    Veröffentlicht: 06/03/2026

    Letzte Aktualisierung: 09/03/2026

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    Unabhängig getestet. Lies wie.

    Surfshark gibt es seit 2018. Seitdem hat sich der Anbieter vom unbekannten Newcomer zum meistempfohlenen Budget-VPN entwickelt, in vielen Tests schlicht als Preis-Leistungs-Sieger geführt. Das Versprechen klingt fast zu gut: unbegrenzte Geräte, schnelle Server in über 100 Ländern, ein durch Deloitte geprüftes No-Logs-Versprechen, alles für unter 3 Euro im Monat. Ich teste VPNs seit Jahren und bin inzwischen skeptisch gegenüber solchen Versprechen. Zu oft klaffen Werbetext und Messwert auseinander. Surfshark hat mich diesmal eines Besseren belehrt.

    Das Wichtigste in Kürze

    4.500+
    Server
    100
    Länder
    Geräte

    Vorteile

    Unbegrenzte Geräte mit einem einzigen Abo
    No-Logs-Politik, zweimal von Deloitte geprüft
    Unter 5 % Geschwindigkeitsverlust mit WireGuard auf deutschen Servern
    Netflix, DAZN, ARD/ZDF und 30+ Streaming-Dienste entsperrbar

    Nachteile

    Kein Split-Tunneling auf iOS
    Firmensitz in den Niederlanden – Teil der 9-Eyes-Allianz
    Preise auf der Website sind Nettoangaben – mit MwSt. teurer als angegeben
    Fazit: Surfshark liefert Premium-Leistung zum Budget-Preis. Wer mehrere Geräte absichern will, ohne für jedes Gerät extra zu zahlen, findet hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt.
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    Installation: Schneller als man denkt

    Bevor die Messwerte kommen: Wie lange dauert es, bis Surfshark überhaupt läuft? Ich habe das auf Windows 11 gestoppt. Download, Installation, Einloggen, erste Verbindung. Knapp drei Minuten. Das Installationspaket ist rund 50 MB groß, der Installer fragt einmal nach Administratorrechten und richtet sich dann ohne weitere Eingaben selbst ein. Die App öffnet sich danach automatisch, man loggt sich mit der beim Kauf verwendeten E-Mail-Adresse ein und ist fertig.

    Der erste Bildschirm zeigt einen großen “Schnellverbinden”-Button. Surfshark wählt dabei automatisch den schnellsten verfügbaren Server. Wer manuell einen Standort auswählen will, sieht eine durchsuchbare Serverliste mit Geschwindigkeits- und Latenzwerten direkt in der App. Für Erstnutzer ist das eine der übersichtlichsten VPN-Oberflächen, die ich kenne. Keine überladenen Einstellungsmenüs, kein technisches Vorwissen nötig.

    Auf Android und iOS läuft es noch einfacher: App aus dem Play Store oder App Store, einloggen, verbinden. Beim ersten Verbindungsaufbau fragt iOS einmalig, ob Surfshark eine VPN-Konfiguration anlegen darf. Das ist ein normaler Systemprompt, kein Bug. Die offizielle Einrichtungsanleitung für alle Plattformen ist bei Surfshark gut dokumentiert, wer aber einfach die App öffnet und loslegt, braucht sie meistens nicht.

    In 3 Minuten eingerichtet.
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    Geschwindigkeit: Besser als sein Preis vermuten lässt

    Testaufbau: Windows 11 · Vodafone Cable 1.050 Mbps · Fritzbox 6670 · WireGuard · Server: Deutschland, Schweiz, USA — zu verschiedenen Tageszeiten gemessen.


    Die Erwartungshaltung war niedrig. Budget-VPN bedeutet in der Praxis oft: gute Werbeversprechen, mittelmäßige Realität. Was ich stattdessen gemessen habe, war eine echte Überraschung.

    Auf deutschen Servern lag der Geschwindigkeitsverlust durchgehend unter 3 Mbps bei einer 1-Gbps-Leitung, also unter einem Prozent. Im Alltag ist das nicht spürbar. Auf Schweizer Servern sah es ähnlich aus. Die eigentliche Überraschung kam bei den US-Servern: Seattle lieferte 752 Mbps, Los Angeles 653 Mbps. Ich hatte hier mit 400 bis 500 Mbps gerechnet. Diese Werte hätte sich auch ein VPN für das Dreifache nicht geschämt. 4K-Streaming läuft bei solchen Geschwindigkeiten ohne Puffern durch.

    Hintergrund ist die Infrastruktur. Surfshark hat Ende 2024 das gesamte Servernetzwerk von 1 Gbps auf 10 Gbps aufgerüstet. Im Oktober 2025 kamen in Amsterdam die ersten 100-Gbps-Server dazu. Die Server sind deshalb selten ausgelastet, und der Traffic fließt entsprechend durch.

    Im August 2025 hat Surfshark außerdem FastTrack eingeführt, eine Funktion, die laut eigener Aussage bis zu 70 Prozent mehr Geschwindigkeit bringen soll. Klingt gut, ist es aber noch nicht. FastTrack steht derzeit nur für macOS zur Verfügung und funktioniert nur auf drei Serverstandorten: Seattle, Vancouver und Sydney. Windows- und Linux-Nutzer schauen bisher leer aus. Solche halbfertigen Features als Verkaufsargument zu bewerben ist eine Unsitte, die sich in der VPN-Branche leider häuft. Wer darauf wartet: abonnieren, wenn es fertig ist.

    Zwei echte Schwachstellen

    • Ping: Steigt bei deutschen Servern von rund 10 auf rund 43 Millisekunden. Für Surfen, Streaming und Videocalls ist das irrelevant. Wer in CS2 oder EA Sports FC kompetitiv spielt, merkt den Unterschied.
    • Upload: Konstante Verluste von 8 bis 9 Mbps auf allen getesteten Servern. Bei Video-Uploads oder Cloud-Backups fällt das auf, für alles andere ist es vernachlässigbar.

    Unterm Strich ist das Geschwindigkeitsergebnis eindeutig: Surfshark liefert mehr als sein Preis erwarten lässt und schlägt dabei VPNs, die deutlich mehr kosten. Auch deutsche Fachmedien wie Heise Online bestätigen diese Einschätzung in eigenen Tests.

    Sicherheit und Datenschutz: Vertrauen verdient oder nur versprochen?

    Schnelle Server nützen wenig, wenn man dem Anbieter nicht trauen kann. Für deutsche Nutzer ist das keine abstrakte Frage. Datenschutz ist hierzulande kein Verkaufsargument, sondern eine Grunderwartung. Deswegen ist das hier die wichtigere Frage.

    Surfshark hat seine No-Logs-Politik im Juni 2025 zum zweiten Mal von Deloitte prüfen lassen, einer der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt. Deloitte hat nach dem ISAE-3000-Standard die Server-Konfigurationen und internen Abläufe untersucht, Mitarbeiter befragt und am 10. Juni 2025 schriftlich bestätigt, dass Surfshark keine Aktivitätsdaten seiner Nutzer speichert. Kein Marketing-PDF, sondern ein Prüfbericht, hinter dem ein Unternehmen steht, das seinen eigenen Ruf riskiert. In meinen Augen ist das der aussagekräftigste Vertrauensbeweis, den ein VPN-Anbieter derzeit liefern kann, aussagekräftiger als jedes Selbstversprechen auf einer Produktseite. Wer den vollständigen Bericht lesen will, findet ihn im Surfshark Trust Center oder im eigenen Surfshark-Konto.

    Dazu kommt die technische Absicherung durch RAM-only-Server. Sämtliche Server laufen ausschließlich im Arbeitsspeicher, ohne dauerhafte Festplatten. Wird ein Server abgeschaltet oder beschlagnahmt, sind alle darauf befindlichen Daten sofort und unwiderruflich weg. Es gibt schlicht nichts zu holen. Im April 2025 hat zusätzlich die polnische Sicherheitsfirma SecuRing einen umfassenden Penetrationstest aller Surfshark-Produkte durchgeführt, einschließlich Web-, Desktop- und Mobilanwendungen sowie Browser-Plugins. Keine kritischen Schwachstellen.

    Bei der Verschlüsselung setzt Surfshark auf AES-256-GCM für OpenVPN und IKEv2, sowie ChaCha20 für WireGuard. Beide gelten mit aktueller Hardware als unknackbar. Seit 2025 unterstützt Surfshark außerdem Post-Quantenschutz auf WireGuard-Verbindungen, um sich gegen künftige Quantencomputer-Angriffe zu wappnen. Ein Feature, das heute kaum jemand braucht, aber es zeigt, dass Surfshark technisch nicht auf der Stelle tritt.

    Ein Vorbehalt

    Es gibt allerdings eine Stelle, die ehrlich angesprochen werden muss. Surfshark speichert während einer aktiven Sitzung kurzzeitig Nutzer-ID, IP-Adresse und Verbindungszeitstempel auf den Servern. Laut eigener Aussage und Deloitte-Bestätigung löscht Surfshark diese Daten spätestens 15 Minuten nach Sitzungsende. Für die allermeisten Nutzer ist das vollkommen unproblematisch. Wer ein VPN aber primär nutzt, um zu verschleiern, dass er überhaupt ein VPN benutzt, etwa in einem hochriskanten Umfeld, für den ist das ein Ausschlusskriterium.

    Dann ist da noch der Firmensitz. Surfshark hat 2021 seinen Hauptsitz von den Britischen Jungferninseln in die Niederlande verlegt. Als EU-Mitgliedstaat unterliegt das Unternehmen damit der DSGVO, was grundsätzlich ein Pluspunkt ist. Ein Detail, das dabei oft übersehen wird: Surfshark und NordVPN gehören seit 2022 zur selben Muttergesellschaft Nord Security, beide Marken operieren aber weiterhin unabhängig voneinander mit getrennten Infrastrukturen und eigenen Audits. Gleichzeitig sind die Niederlande Teil der 9-Eyes-Geheimdienstallianz, was theoretisch bedeutet, dass Behörden Daten anfordern können. Was die Sache relativiert: Die Niederlande haben keine verpflichtenden Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung, und da Surfshark keine Aktivitätsdaten vorhält, wäre selbst im Fall einer Anfrage nichts herauszugeben. Trotzdem bleibt ein Unterschied zu Anbietern wie NordVPN, die ihren Sitz im datenschutzrechtlich günstigeren Panama haben, außerhalb jeder EU-Behördenreichweite. Wer diesen Unterschied als relevant empfindet, sollte das einkalkulieren.

    Streaming: Für die meisten Dienste mehr als gut genug

    Sicherheit überzeugt. Jetzt zur Frage, wegen der viele überhaupt erst ein VPN kaufen. Die ehrliche Antwort vorweg: Surfshark funktioniert für Streaming sehr gut, aber nicht bei jedem Dienst auf Anhieb, und nicht überall.

    Bei Netflix habe ich in verschiedenen Testregionen zuverlässig Zugang bekommen, darunter USA, Großbritannien, Japan und Deutschland. Surfshark setzt dabei auf keine dedizierten Streaming-Server, wie es zum Beispiel CyberGhost tut. Stattdessen sollen alle Server Streaming unterstützen, was meistens stimmt. Einmal musste ich bei Netflix USA den Server wechseln, bevor der Stream startete. Das ist kein Einzelfall in Surfshark-Tests, aber auch kein dauerhaftes Problem. Wer lieber ohne dieses Risiko streamt, bekommt mit NordVPN oder ExpressVPN etwas zuverlässigere Ergebnisse, zahlt dafür aber deutlich mehr.

    Was funktioniert, was nicht

    • Netflix (USA, UK, Japan, Deutschland) — gelegentlich Serverwechsel nötig, kein Dauerproblem
    • ARD Mediathek & ZDF Mediathek — zuverlässig mit deutschem Server; wer im Ausland lebt und die Tagesschau um 20 Uhr nicht missen will, ist hier richtig aufgehoben
    • Amazon Prime Video, Disney+, Paramount+, HBO Max — in Tests problemlos
    • DAZN — funktioniert, manchmal Serverwechsel nötig
    • Sky Go — kommt regelmäßig nicht durch. Ich teste das bei jedem VPN-Test und bin es langsam leid, dasselbe zu schreiben: Surfshark und Sky Go vertragen sich einfach nicht.
    Streaming ohne Grenzen. Egal wo.
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    Torrenting und P2P: Besser als die meisten es wissen

    Ein Anwendungsfall, über den in Surfshark-Reviews erstaunlich selten geredet wird, obwohl er für einen großen Teil der VPN-Käufer relevant ist: Torrenting. Surfshark unterstützt P2P-Traffic auf allen 4.500+ Servern, ohne versteckte Einschränkungen oder automatisches Umleiten auf Sondertarife. Wer gezielt P2P-optimierte Server sucht, tippt im Suchfeld der App einfach “P2P” ein und bekommt eine gefilterte Liste.

    Praktisch ist auch, dass Surfshark automatisch erkennt, wenn ein Torrent-Client aktiv ist, und den Traffic ohne manuelles Zutun auf einen geeigneten Server umleitet. In eigenen Tests mit qBittorrent hat das reibungslos funktioniert. Kill Switch aktivieren, P2P-Server wählen, Client starten. In unter einer Minute eingerichtet.

    Ein Nachteil, der klar benannt werden muss: Surfshark unterstützt kein Port-Forwarding. Wer auf privaten Trackern aktiv ist und dort eine gute Seeding-Ratio halten muss, wird damit früher oder später ein Problem haben. Für normales Leechen und gelegentliches Seeden auf öffentlichen Trackern spielt das keine Rolle. Für ernsthafte Private-Tracker-Nutzer ist es ein Ausschlusskriterium.

    Ein praktisches Detail für Nutzer ohne native VPN-App-Unterstützung: Surfsharks Smart DNS-Funktion ermöglicht Streaming auf Geräten wie Spielekonsolen, älteren Smart-TVs oder Apple TV, die keine vollständige VPN-App ausführen können. Die Einrichtung läuft über die Netzwerkeinstellungen des Geräts, ohne Installation. Verschlüsselung gibt es dabei nicht, aber für das reine Entsperren von Streaming-Inhalten reicht das.

    Die Geschwindigkeiten auf deutschen und europäischen Servern sind hoch genug, dass 4K-Streaming praktisch nie zum Problem wird. Pufferprobleme habe ich bei keinem der getesteten Dienste erlebt.

    Funktionen und Apps: Mehr als ein einfacher An/Aus-Schalter

    Streaming klärt die wichtigste Alltagsfrage. Aber Surfshark hat mehr zu bieten, und manches davon ist nützlicher, als es auf den ersten Blick aussieht. Anderes ist klar für Spezialanwendungen gedacht. Hier der Überblick.

    Bypasser (Split-Tunneling)

    Den Bypasser teste ich bei jedem VPN als erstes, weil er schnell zeigt, ob ein Anbieter seine eigenen Features wirklich durchdacht hat. Bei Surfshark hat er auf Anhieb funktioniert, ohne Nachregeln. Die nützlichste Funktion für die meisten Nutzer ist er trotzdem: Damit lässt sich festlegen, welche Apps oder Websites nicht durch den VPN-Tunnel laufen sollen. Online-Banking ist dafür der klassische Anwendungsfall, da viele Banken Logins von ungewöhnlichen IP-Adressen blockieren. Wer also parallel sicher surfen und gleichzeitig ungestört auf sein Konto zugreifen will, stellt das einmalig ein und vergisst es danach. Funktioniert auf Windows, macOS und Android zuverlässig. Auf iOS leider nicht: Apple erlaubt diese Art von Split-Tunneling systemseitig nicht, was kein Fehler von Surfshark ist, aber trotzdem ein Minuspunkt für iPhone-Nutzer bleibt.

    CleanWeb (Werbeblocker)

    CleanWeb ist Surfsharks integrierter Werbeblocker, der auf DNS-Ebene arbeitet und damit systemweit gilt, nicht nur im Browser. In Tests hat er etwa 84 Prozent der typischen Werbung blockiert, was solide ist. Für Online-Sicherheit im Alltag reicht das. Als Ersatz für einen dedizierten Passwort-Manager oder professionellen Malware-Scanner ist er aber nicht gedacht.

    MultiHop, Camouflage-Modus & NoBorders

    MultiHop leitet den Traffic durch zwei VPN-Server statt einem, was die Privatsphäre auf Kosten von etwas Geschwindigkeit erhöht. Für Journalisten oder Nutzer in Ländern mit starker Internetzensur ist das relevant, für normale Alltagsnutzung aber meist überdimensioniert. Der Camouflage-Modus und NoBorders gehen in eine ähnliche Richtung: Ersterer verschleiert, dass überhaupt ein VPN verwendet wird, Letzterer schaltet sich automatisch ein, wenn ein zensiertes Netzwerk erkannt wird. Wer in China oder dem Iran reist, wird das zu schätzen wissen.

    Everlink (Verbindungsstabilität)

    Everlink ist eine neuere Funktion, die seit 2025 aktiv ist und im Hintergrund läuft: Wenn eine VPN-Verbindung abbricht, stellt sie diese automatisch wieder her, ohne dass in der Zwischenzeit die echte IP-Adresse sichtbar wird. Kein dramatisches Feature, aber eines, das im Alltag Nerven spart.

    Die Apps selbst sind auf allen Plattformen konsistent und übersichtlich gestaltet. Windows, macOS, Android, iOS und Linux werden alle unterstützt, dazu gibt es Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox und Edge sowie native Apps für Fire TV und Apple TV. Die Benutzeroberfläche erklärt sich größtenteils von selbst. Was am Desktop gut aussieht, muss auf dem Smartphone aber noch nicht gut funktionieren.

    Mobile: Wie gut funktioniert Surfshark auf dem Smartphone?

    Die meisten VPN-Tests finden am Desktop statt, dabei nutzen viele Leute ihr VPN primär auf dem Handy. Ich habe Surfshark über mehrere Wochen auf einem Android-Gerät im Alltagsbetrieb getestet, teils auf LTE, teils im WLAN.

    Die App ist identisch mit der Desktop-Version aufgebaut: gleiche Menüstruktur, gleiche Funktionen, keine abgespeckten Features. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Bei manchen VPN-Anbietern sind mobile Apps deutlich eingeschränkter als die Desktop-Variante. Bei Surfshark stimmt der Funktionsumfang überein, mit der bereits im Bypasser-Abschnitt erwähnten Ausnahme, dass Split-Tunneling auf iOS systembedingt nicht verfügbar ist.

    Was mich auf dem Handy am meisten interessiert hat: Akkuverbrauch und Verbindungsverhalten beim Netzwechsel. Ein laufendes VPN kostet immer etwas Energie, weil der gesamte Traffic verschlüsselt wird. Im Alltag war der Unterschied mit und ohne Surfshark messbar, aber nicht störend. Wer das Handy über Nacht lädt und tagsüber am Strom ist, wird das kaum bemerken. Mit 20 Prozent Akku durch die Stadt zu navigieren ist eine andere Geschichte. In dem Fall empfehle ich, die Verbindung manuell zu pausieren. Surfshark hat dafür eine Pause-Funktion direkt in der App.

    Beim Netzwechsel, etwa vom Homeoffice-WLAN auf LTE und zurück, baut Surfshark die Verbindung automatisch neu auf. IKEv2 ist dabei besonders zuverlässig, weil das Protokoll speziell für schnelle Reconnects bei mobilen Verbindungsunterbrechungen entwickelt wurde. Kurz gesagt: kein manuelles Neu-Verbinden nach jedem Netzwechsel.

    Preise und Tarife: Günstig — aber nur, wenn man aufpasst

    Funktionen und mobile Erfahrung überzeugen. Was das alles kostet und wo die Fallstricke liegen, ist eine eigene Geschichte.

    Surfshark bietet drei Tarife in drei Laufzeiten. Die Preise unten sind Nettopreise. In Deutschland kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzu, was aus 2,49 Euro netto rund 2,96 Euro brutto macht. Das steht so nicht auf der Landingpage.

    StarterOneOne+
    Monat~15,45 €/Monat~15,95 €/Monat~17,95 €/Monat
    1 Jahr~3,19 €/Monat~3,39 €/Monat~6,09 €/Monat
    2 Jahre~2,37€/Monat~3,19 €/Monat~4,97 €/Monat
    Verlängerung~6,58 €/Monat~8,25 €/Monat~9,92 €/Monat
    EnthältVPN, CleanWeb, Alt. ID+ Antivirus, Datenleck-Alarm, Suche+ Incogni (Datenlöschung)
    Das günstigste Premium-VPN im Test.
    Zum Anbieter

    Für die meisten Nutzer reicht Starter vollständig aus. One lohnt sich, wer Antivirus und Datenleck-Warnungen in einem Paket will. One+ ist für Nutzer relevant, die aktiv ihre persönlichen Daten aus Datenbrokerdatenbanken entfernen lassen wollen. Das übernimmt Incogni, Surfsharks eigener Datenlösch-Dienst: Er kontaktiert Datenbrokern automatisch im Namen des Nutzers und fordert die Löschung persönlicher Daten an. Ein Nischenanwendungsfall, der den Aufpreis rechtfertigt, wenn Datenschutz eine Priorität ist.

    Das eigentliche Problem liegt in der Verlängerung. Nach den ersten zwei Jahren erneuert sich das Abo automatisch zum deutlich höheren Jahrespreis, beim Starter-Tarif ungefähr das Doppelte des ursprünglichen Monatspreises. Surfshark schickt einen Monat vorher eine E-Mail, aber auf der Hauptkaufseite kommuniziert Surfshark diesen Preissprung nicht prominent. Das grenzt an irreführende Preisgestaltung, und wer das nicht erwartet, zahlt plötzlich mehr als doppelt so viel. Wer das 2-Jahres-Abo abschließt, sollte sich einen Kalenderhinweis für Monat 23 setzen und dann aktiv entscheiden: kündigen und neu abschließen oder verlängern.

    Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie gilt für den Erstkauf aller Tarife. Man muss also kein teures Monatsabo nehmen, um zu testen. Auf iOS und Android gibt es zusätzlich eine kostenlose 7-Tage-Testphase, Zahlungsmethode muss aber hinterlegt sein. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte, PayPal, Apple Pay, Google Pay und Bitcoin. Wer per SEPA-Lastschrift zahlen möchte, hat Pech. Diese in Deutschland besonders verbreitete Zahlungsart unterstützt Surfshark nicht.

    Im Vergleich: NordVPN kostet im 2-Jahres-Basispaket rund Euro netto, ExpressVPN beginnt bei rund Euro. Meine Einschätzung: NordVPN ist technisch auf Augenhöhe, manchmal sogar etwas zuverlässiger beim Streaming. Ob dieser Unterschied den Aufpreis rechtfertigt, hängt davon ab, was man wirklich braucht. Für die meisten ist er es nicht. Surfshark bleibt damit einer der günstigsten Premium-Anbieter auf dem Markt, solange man die Verlängerung im Blick behält.

    Für wen lohnt sich Surfshark?

    Nach allen Tests lässt sich das recht klar eingrenzen.

    • Haushalte mit mehreren Geräten — Eine Familie mit vier Smartphones, zwei Laptops und einem Smart-TV zahlt denselben Preis wie ein Einzelnutzer. Kein anderer Premium-Anbieter in dieser Preisklasse bietet das ohne Aufpreis.
    • Streaming-Nutzer im Ausland — ARD, ZDF, Netflix USA, Prime Video und Disney+ funktionieren konsistent. Wer deutsche Mediatheken oder internationale Bibliotheken braucht, ist hier gut aufgehoben. Sky Go bleibt die bekannte Ausnahme.
    • Alltags- und Reiseschutz — Wer im ICE-Bahn-WLAN, in öffentlichen Hotspots oder im Homeoffice (inzwischen für viele ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags) sicher surfen will, bekommt mit dem Starter-Tarif alles Nötige: starke Verschlüsselung, verifiziertes No-Logs-Versprechen, Kill Switch.
    • Nutzer in zensierten Netzwerken — Mit Camouflage-Modus und NoBorders auf Dienstreisen nach China oder Iran verwendbar. Weniger zuverlässig als spezialisierte Anbieter wie Astrill, für gelegentliche Nutzung aber ausreichend.

    Für wen lohnt sich Surfshark nicht?

    Es gibt Anwendungsfälle, bei denen andere Anbieter klar besser passen.

    • iOS-Nutzer mit Split-Tunneling-Bedarf — NordVPN und ExpressVPN bieten Bypasser-ähnliche Funktionen auf Apple-Geräten. Surfshark muss hier systembedingt passen.
    • Sky Go im Ausland — bleibt gesperrt, keine Besserung in Sicht. ExpressVPN und NordVPN haben hier eine bessere Erfolgsquote.
    • Kompetitive Gamer — Die Ping-Erhöhung von ~10 auf ~43 ms bei deutschen Servern ist messbar. Kein VPN löst das vollständig, aber Anbieter mit eigenem Glasfasernetz schneiden manchmal besser ab.
    • Nutzer mit maximalen Datenschutzanforderungen — Wer einen Firmensitz außerhalb der 9-Eyes-Länder priorisiert, findet mit ProtonVPN (Schweiz) oder NordVPN (Panama) ruhigere Alternativen, auch wenn der praktische Unterschied durch das Deloitte-Audit und die RAM-only-Infrastruktur begrenzt ist.

    Support: Gut — mit einem kleinen Asterisk

    Support ist einer der Bereiche, bei denen sich VPN-Anbieter am stärksten voneinander unterscheiden, und der in den meisten Reviews am knappsten abgehandelt wird. Ich habe Surfsharks Support während des Tests zweimal kontaktiert: einmal mit einer technischen Frage zu FastTrack, einmal mit einer Frage zur Verlängerungsabrechnung.

    Beide Male war ich innerhalb von zwei Minuten mit einem menschlichen Agenten verbunden. Kein endloser Bot-Tunnel, kein “Bitte warten Sie auf eine E-Mail”. Die Antworten waren konkret und kompetent, nicht aus einer Phrasensammlung kopiert. Die Abrechnungsfrage wurde direkt im Chat gelöst.

    Was fehlt: Telefon-Support gibt es nicht. Wer komplexe technische Probleme hat und lieber erklärt als tippt, wird das vermissen. Für die meisten Standardfragen reicht der Chat aber vollständig aus, und die Wissensdatenbank im Help Center ist gut strukturiert und deckt die häufigsten Einrichtungsprobleme für alle Plattformen ab. Auf Trustpilot kommt Surfshark auf über 28.000 Bewertungen mit insgesamt positivem Tenor, wobei Einzelfälle mit Abrechnungsproblemen beim Renewalprozess immer wieder auftauchen. Das passt zum bereits erwähnten Transparenzproblem.

    Fazit: Empfehlenswert, mit einem Vorbehalt

    Surfshark hat sich in den letzten zwei Jahren vom günstigen Geheimtipp zum ernstzunehmenden Premium-Anbieter entwickelt. Die Infrastruktur ist gewachsen, die Sicherheitsarchitektur wurde zweimal extern geprüft, und die Geschwindigkeit hält, was sie verspricht. Wer mehrere Geräte absichern will, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt, ohne Kompromisse bei Verschlüsselung oder Datenschutz.

    Die Schwächen sind in diesem Test ausführlich dokumentiert und wiegen unterschiedlich schwer, je nachdem, was man vorhat. Wer iOS-Split-Tunneling, Sky Go oder einen Firmensitz außerhalb der 9-Eyes benötigt, sollte NordVPN oder ExpressVPN ernsthaft in Betracht ziehen und den höheren Preis einplanen. Und wer das 2-Jahres-Abo abschließt, setzt sich den Kalenderhinweis für Monat 23.

    Für alle anderen: Surfshark reicht. Ich nutze es selbst auf Reisen und habe keinen Grund gefunden, es dagegen zu tauschen. Das ist mehr als die meisten in dieser Preisklasse sagen können.

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    FAQ

    Ja. Surfshark verwendet AES-256-Verschlüsselung, moderne Protokolle wie WireGuard und OpenVPN sowie einen Kill Switch. Die strikte No-Logs-Richtlinie wurde durch unabhängige Audits bestätigt. Surfshark ist kein chinesischer Anbieter, sondern ein in den Niederlanden ansässiges, eigenständiges Unternehmen.

    Ja. Surfshark entsperrt zuverlässig Netflix (u. a. US, DE, UK), Amazon Prime Video, Disney+, DAZN sowie deutsche Mediatheken. Im Ausland lassen sich damit auch heimische Livestreams und Serien problemlos abrufen. Gelegentlich ist ein Serverwechsel nötig, um den optimalen Server zu finden.

    Beim 2-Jahres-Tarif liegt der monatliche Preis bei etwa 2–3 €. Monatlich kündbare Pläne kosten deutlich mehr. Alle Tarife erlauben unbegrenzt viele gleichzeitige Geräteverbindungen und beinhalten eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie – ideal zum risikofreien Testen.

    Surfshark erlaubt unbegrenzte gleichzeitige Verbindungen mit einem einzigen Abo. Das bedeutet: PC, Smartphone, Tablet, Smart TV und weitere Geräte lassen sich parallel schützen – ideal für Haushalte mit mehreren Personen oder Nutzern mit vielen Endgeräten.

    Neben der AES-256-Verschlüsselung und dem Kill Switch bietet Surfshark: CleanWeb (Werbeblocker), MultiHop (Doppel-VPN über zwei Server), Bypasser (Split-Tunneling für ausgewählte Apps), Alternative ID (Schutz vor Online-Tracking) sowie optional einen integrierten Antivirus. Das Gesamtpaket ist für einen Anbieter in dieser Preisklasse überdurchschnittlich umfangreich.

    Ja. Surfshark überzeugt mit starker Verschlüsselung, zuverlässigem Streaming-Entsperren, einem umfangreichen Funktionsumfang und einem der günstigsten Langzeittarife auf dem Markt. Besonders empfehlenswert ist Surfshark für Nutzer, die mehrere Geräte gleichzeitig schützen möchten – dank unbegrenzter Geräteverbindungen mit einem einzigen Abo.

    Beide gehören zu den besten VPNs auf dem Markt. NordVPN punktet mit einem größeren Servernetzwerk (9.000+ Server), etwas höheren Geschwindigkeiten und mehr unabhängigen Sicherheitsaudits. Surfshark ist günstiger, erlaubt unbegrenzte Geräteverbindungen und bietet einen vergleichbar starken Datenschutz. Für Haushalte mit vielen Geräten und preisbewusste Nutzer ist Surfshark die bessere Wahl – wer maximale Performance und ein größeres Servernetz priorisiert, greift zu NordVPN.