Hulu in Deutschland: Was du schon hast und wie du mehr bekommst
Veröffentlicht: 31/07/2026
Letzte Aktualisierung: 04/09/2026
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Wer nach Hulu Deutschland sucht, meint meist eines von zwei Dingen, ohne den Unterschied zu kennen. Der Markenname steckt inzwischen im deutschen Disney+-Abo. Der eigentliche US-Streamingdienst mit vollem Katalog sperrt deutsche Zugriffe dagegen weiterhin aus. Ob du ein VPN brauchst, hängt deshalb nicht am Wohnort, sondern daran, welches der beiden Hulus du eigentlich suchst.
Hast du Hulu-Inhalte schon, ohne es zu wissen?
Der Disney+-Reiter „Star“ sammelte außerhalb der USA jahrelang das Programm für ein erwachsenes Publikum. Im August 2025 kündigte Disney die Umbenennung an. Seit dem Rollout am 8. Oktober 2025 trägt dieser Reiter in praktisch jedem Markt außerhalb der USA den Namen „Hulu“, Deutschland inklusive. Nur Japan macht eine Ausnahme. Wer im deutschen Disney+ auf „Hulu“ tippt, findet dort FX-Produktionen wie „Only Murders in the Building“ oder „The Bear“, dazu einen Teil des Serienkatalogs, der vorher unter „Star“ lief. Den Reiter findest du in der Disney+-App auf der Startseite oder in der Kategorienübersicht.
Der neue Name liefert allerdings keinen neuen Katalog. Es fehlt weiterhin das, wofür Hulu in den USA steht: die Exklusivtitel, die nie international lizenziert wurden, dazu das Live-TV-Paket und die laufenden US-Serien am Sendetag. Welche Titel davon in den USA bleiben, klären wir weiter unten.

Aus Nutzersicht ist diese Entscheidung schwer zu verteidigen. In Europa steht jetzt Hulu auf dem Reiter, dahinter liegt ein deutlich kleineres Angebot als in den USA. Die Verwirrung hat Disney damit selbst angerichtet. Wer „Hulu“ auf dem Startbildschirm liest, erwartet Hulu und nicht den alten Star-Reiter mit neuem Etikett. Ähnliches gab es in Großbritannien: ITVX war früher zwei getrennte Dienste, bis der Sender den Katalog von BritBox komplett dort integrierte.
Deshalb liefert die Suche nach „Hulu Deutschland“ so widersprüchliche Treffer. Manche Anleitungen beschreiben den Disney+-Reiter, andere den VPN-Umweg zum US-Dienst. Kaum eine trennt die beiden Fragen sauber. Wer den vollen Katalog will, braucht die zweite Antwort.
US-Hulu in Deutschland einrichten
Vier Schritte trennen dich vom US-Katalog. Am letzten scheitern die meisten.
- Wähle ein VPN mit einer breiten, häufig wechselnden Auswahl an US-Adressen, weil Hulu VPN-IP-Bereiche härter erkennt als die meisten anderen US-Streamingdienste.
- Verbinde dich mit einem US-Server und deaktiviere IPv6 auf deinem Gerät, da eine parallel sichtbare IPv6-Adresse die VPN-Verbindung sonst aushebelt.
- Leere Cache und Cookies, bevor du hulu.com erneut aufrufst. Sonst bleibt eine Sitzung bestehen, die längst als ausländisch markiert ist.
- Registriere dich mit einer US-Rechnungsadresse. Ohne sie bricht der Anmeldevorgang unabhängig vom Server ab. Welche zwei Zahlungswege dafür funktionieren, steht weiter unten.

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Drei VPNs, die Hulus IP-Abgleich standhalten
Schritt eins entscheidet über alles Weitere. Erkennt Hulu die IP, hilft auch die perfekte Rechnungsadresse nicht mehr. Diese drei Anbieter halten dem Abgleich am besten stand.
1. ExpressVPN: unsere erste Wahl
Kein Streamingdienst jagt VPN-Adressen so konsequent wie Hulu, und genau hier hat ExpressVPN den Vorsprung: Der US-Serverpool rotiert regelmäßig. Eine Adresse, die gestern auf einer Sperrliste landete, ist heute oft schon nicht mehr im Einsatz. Bei kleineren Anbietern bleibt sie dagegen monatelang stehen. Ob das bei deinem Konto klappt, findest du ohne Risiko heraus: Die Geld-zurück-Garantie läuft 30 Tage. Wie sich der Anbieter in allen anderen Disziplinen schlägt, steht in unserem ExpressVPN-Test.


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2. NordVPN
NordVPN betreibt eines der größten US-Servernetze am Markt. Läuft eine Adresse in die Sperre, steht sofort die nächste bereit. Du wartest also nicht darauf, dass der Anbieter reagiert, sondern wechselst selbst.
Diese Größe braucht es hier auch. Bei Hulu wechselt man mit NordVPN häufiger, als es angenehm ist. Die Trefferquote pro Server liegt unter der von ExpressVPN, dafür ist das Netz groß genug, dass Durchprobieren zum Ziel führt. Wem dabei die Geduld ausgeht, zahlt besser den Aufpreis für unseren Erstplatzierten. Preise starten bei 3.49€ im Monat. Die Einzelheiten stehen im NordVPN-Test.

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3. Surfshark
Surfshark erlaubt unbegrenzt viele Geräte pro Konto und kostet von unseren drei Empfehlungen am wenigsten. Das fällt ins Gewicht, weil Hulu selbst schon zu den teureren US-Abos gehört.
Die zuverlässigste Wahl für Hulu ist Surfshark trotzdem nicht. Bei anderen US-Diensten schlägt es sich besser. Ein Fall spricht aber klar dafür: Sehen mehrere Leute im Haushalt Hulu, wiegt das fehlende Gerätelimit die letzten Prozentpunkte Erfolgsquote auf. Der Einstieg liegt bei 1.99€ im Monat, mehr dazu im Surfshark-Test.

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Die US-Rechnungsadresse: der zweite Blocker nach der IP
Mit dem richtigen VPN ist der technische Teil erledigt. Was jetzt kommt, hat mit Technik nichts zu tun, und genau hier bricht der Vorgang bei den meisten ab. Die Kontoeröffnung verlangt eine US-Rechnungsadresse, auch bei sauberer US-IP. Zwei Varianten funktionieren: eine Hulu-Geschenkkarte, gekauft bei einem US-Onlinehändler und im Konto eingelöst, oder ein PayPal-Konto mit US-Adresse. Eine deutsche Kreditkarte lehnt das Formular ab. Geprüft wird die Rechnungsadresse, der Serverstandort spielt an dieser Stelle keine Rolle.

Die Geschenkkarte ist dabei die unangenehmere Variante, und das sollte man nicht schönreden. Du kaufst bei einem Drittanbieter einen Code, hoffst, dass er funktioniert, und wiederholst das Ganze, sobald das Guthaben aufgebraucht ist. Als Dauerlösung taugt das nicht. Wer Hulu länger als zwei Monate sehen will, nimmt PayPal. Das kostet einmal mehr Aufwand und ist danach nie wieder ein Thema.
Beide Hürden nimmt man ohnehin nur einmal. Wer US-Server und US-Zahlungsweg beisammen hat, bleibt dauerhaft angemeldet, solange die IP bei jedem Login amerikanisch aussieht.
So läuft die Registrierung ab
Die Anmeldung selbst dauert wenige Minuten. Die ersten beiden Schritte sind reine Formsache, ab Schritt drei wird es ernst:
- E-Mail-Adresse und Passwort. Hier spielt die Herkunft keine Rolle, eine deutsche Adresse ist unproblematisch.
- Tarifauswahl. Der Wechsel zwischen den Tarifen ist später im Konto möglich, du legst dich hier also nicht dauerhaft fest.
- Rechnungsdaten mit US-Adresse und Postleitzahl. Ab hier entscheidet sich, ob das Konto zustande kommt.
- Zahlung. Wird eine deutsche Karte hinterlegt, bricht der Vorgang mit einer Ablehnung ab, und das Konto bleibt ohne aktives Abo bestehen.
Wer an Schritt vier hängen bleibt, muss nicht von vorn anfangen. Das Konto existiert bereits, es fehlt nur die Zahlung, und die lässt sich nachträglich über eine eingelöste Geschenkkarte oder ein US-PayPal ergänzen. Voraussetzung ist allerdings ein aktives VPN beim zweiten Anlauf, sonst prüft Hulu die Region erneut und blockt vor dem Bezahlschritt.
Und dabei bleibt es nicht bei der Anmeldung: Hulu kontrolliert die Region bei jedem Login und vor jedem Start der Wiedergabe. Ohne aktiven US-Server sperrt der Dienst auch ein längst bezahltes Konto aus.
Was der US-Katalog bietet und wofür sich der Umweg lohnt
Bleibt die Frage, was du für diesen Aufwand eigentlich bekommst. Hulu ist in den USA Disneys Heimat für Erwachsenenprogramm, also für alles, was nicht unter Marvel, Star Wars, Pixar oder National Geographic fällt. Den Kern bilden die Produktionen von FX. Dazu kommen Eigenproduktionen und ein großer Bestand lizenzierter US-Serien. Das Filmangebot übertrifft das des deutschen Disney+ deutlich.
Drei Bereiche bekommst du ausschließlich im echten US-Hulu. Sie sind der eigentliche Grund für den Umweg:
- Aktuelle US-Free-TV-Serien am Tag nach der Ausstrahlung. Hulu ist in den USA die Nachverwertungsplattform mehrerer großer Sender, deren laufende Staffeln in Deutschland oft erst Monate später oder bei einem anderen Anbieter auftauchen.
- Der Anime-Katalog, für den Hulu in den USA bekannt ist. Der deutsche Disney+-Reiter zeigt davon nur Ausschnitte, weil die Studios Anime-Lizenzen fast immer nach Regionen getrennt verkaufen.
- Hulu + Live TV, also lineares amerikanisches Fernsehen mit über 95 Kanälen, das es in dieser Form in keinem europäischen Abo gibt.
Welche Titel bleiben in den USA?
Welche einzelnen Titel nur in den USA liegen, ändert sich ständig, weil Disney Lizenzen zwischen Hulu und den internationalen Disney+-Märkten verschiebt. Statt einer Titelliste hilft deshalb die Faustregel dahinter: Serien, die Disney selbst produziert oder besitzt, wandern früher oder später auch in den deutschen Reiter. Eingekaufte US-Lizenzware bleibt meist drüben.

Damit ist die Entscheidung einfach: Wer „Only Murders in the Building“ oder „The Bear“ sehen will, braucht kein VPN und kein zweites Abo. Beide Serien laufen im deutschen Disney+. Wer amerikanisches Programm nah am Sendetag, den vollen Anime-Bestand oder Live-Kanäle will, kommt an einem US-Konto nicht vorbei.
Was Hulu kostet und welche Tarife es gibt
Ist die Entscheidung gefallen, kommt die Kostenfrage. Hulu (With Ads) kostet 11,99 US-Dollar im Monat und unterbricht den Katalog mit Werbung. Werbefrei heißt der Tarif Hulu (No Ads) und kostet 18,99 US-Dollar bei identischem Inhalt. Wer lineares Fernsehen dazu will, landet bei Hulu + Live TV und 89,99 US-Dollar im Monat, dafür mit über 95 Kanälen inklusive lokaler Sender. Dazu kommen kostenpflichtige Kanalpakete, etwa für Sport oder spanischsprachiges Programm, die auf den Grundpreis aufschlagen.
Daneben verkauft Disney in den USA das Bundle „Trio Basic“ aus Hulu, Disney+ und ESPN+, das für Haushalte mit US-Adresse günstiger ausfällt als drei Einzelabos. Aus Deutschland ist es fast immer die falsche Wahl. Du bezahlst Disney+ ein zweites Mal, obwohl du es hier ohne jeden Umweg abonnieren kannst. Nimm den einzelnen Hulu-Tarif und lass das Bundle stehen.
| Tarif | Preis pro Monat | Wofür |
|---|---|---|
| Hulu (With Ads) | 11,99 US-Dollar | Voller Serien- und Filmkatalog mit Werbeunterbrechungen |
| Hulu (No Ads) | 18,99 US-Dollar | Identische Inhalte, keine Werbung |
| Hulu + Live TV | 89,99 US-Dollar | Über 95 Live-Kanäle inklusive lokaler Sender |
| Trio Basic (Bundle) | Preis variiert | Hulu, Disney+ und ESPN+, aus Deutschland selten sinnvoll |
Alle Preise sind Netto-Dollarbeträge. Die Sales Tax kommt je nach hinterlegtem US-Bundesstaat noch dazu. Abgerechnet wird in Dollar: Auf deinem Konto landet damit ein schwankender Eurobetrag plus die üblichen Auslandsgebühren deiner Bank, sofern du überhaupt mit Karte statt mit Geschenkkarte zahlst.
Hulu + Live TV aus Deutschland: der schwierigste Teil
Das Live-TV-Paket ist der Tarif, bei dem der Umweg am ehesten schiefgeht. Es kostet mit Abstand am meisten und hängt zugleich am stärksten an der hinterlegten US-Adresse. Welche lokalen Sender im Paket auftauchen, richtet sich nach der Postleitzahl im Konto und nicht nach dem Serverstandort. Wer eine Adresse in Los Angeles einträgt und sich über New York verbindet, bekommt trotzdem die Lokalsender von Los Angeles.
Daraus folgt zweierlei. Rechnungsadresse und Serverregion sollten zusammenpassen, sonst prüft Hulu häufiger nach. Und aus Deutschland lohnt sich dieses Paket für kaum jemanden. 89,99 Dollar im Monat für amerikanisches Live-Fernsehen, das an einer erfundenen Postleitzahl hängt und bei jedem Serverwechsel neu geprüft wird: Das ist ein Tarif für Leute mit einem sehr konkreten Grund, etwa Sport oder Lokalnachrichten aus einer bestimmten Stadt. Alle anderen fahren mit dem Serientarif besser. Bei diesem Grundpreis fällt ein VPN-Abo ohnehin kaum noch auf, beim Serientarif dagegen schon.
Fire TV Stick, Smart-TV, Handy: welches Gerät welchen Aufwand kostet
Die eigenständige Hulu-App fehlt in den deutschen Ausgaben von App Store, Google Play und Amazon-Appstore. Auf einem Fire TV Stick bekommst du sie nur über ein Amazon-Konto, das auf die USA eingestellt ist. Kommt das nicht infrage, bleibt der Router. Richtest du das VPN dort ein, surft der ganze Haushalt über eine amerikanische Adresse, und Hulu erreichst du im Browser des Fernsehers oder über einen separaten Stick mit US-Konto.
Anleitungen erwähnen diese Variante gern beiläufig. Sie ist aber ein echter Eingriff: Online-Banking und deutsche Mediatheken laufen dann ebenfalls über die USA, und beide reagieren darauf mit eigenen Sperren. Wer nicht ohnehin gern an der Firmware bastelt, fährt mit einem günstigen Fire TV Stick auf US-Konto besser. Am Smartphone genügt die native VPN-App plus eine Hulu-App aus einem US-Store-Konto.
Über den passenden Anbieter entscheidet an dieser Stelle der gewählte Weg, nicht die Erkennungsrate. Geht das VPN in den Router, ist ExpressVPN die ruhigste Wahl: Der Anbieter liefert eine eigene Router-Firmware, sodass der Aufbau ohne Bastelei am Betriebssystem auskommt. Sicherst du Stick, Fernseher und Handy stattdessen einzeln ab, spielt Surfshark seinen Vorteil aus, weil dort kein Gerätelimit dazwischenkommt und jedes Gerät seine eigene US-Verbindung bekommt.
Häufige Fehler beim Streamen und wie du sie löst
Die Fehlermeldung „You appear to be using an anonymous proxy tool“ mit dem Code BYA-403-011 ist die häufigste Blockade und bedeutet fast immer: Hulu hat die VPN-IP erkannt. Ein Serverwechsel beim selben Anbieter löst das Problem meistens. Bleibt der Fehler stehen, steckt oft eine parallel aktive IPv6-Verbindung dahinter. Dein Gerät verrät über IPv6 die echte deutsche Adresse, während das VPN nur die IPv4-Verbindung tunnelt. Deaktiviere IPv6 in den Netzwerkeinstellungen, dann ist Ruhe.
Fast genauso oft liegt es an einem DNS-Leak: Der Browser fragt weiterhin einen deutschen DNS-Server ab, obwohl die Verbindung über die USA läuft, und Hulu erkennt den Widerspruch. Prüfe die VPN-App auf einen integrierten DNS-Schutz und stelle notfalls manuell auf einen US-DNS um.
Ruckelt der Stream trotz sauberer Verbindung, liegt das meist an der Serverlast. Ein Wechsel auf einen weniger ausgelasteten US-Standort bringt schneller Ergebnisse als jeder Speedtest. Manchmal läuft die Wiedergabe auch an und bricht nach ein paar Minuten ab. Dann hat im Hintergrund ein Lizenz-Refresh die IP erneut geprüft, und ein Reload der Seite genügt.
In der App sitzen dieselben Fehler tiefer als im Browser. Eine installierte Hulu-App merkt sich die zuletzt erkannte Region und fragt sie nicht bei jedem Start neu ab. Deshalb steht die Sperrmeldung dort manchmal noch, wenn im Browser desselben Geräts längst alles läuft. Wenn ein Serverwechsel nichts bringt, hilft nur, die App-Daten zu löschen oder die App neu zu installieren, beides bei aktivem VPN.
Auf dem Fire TV Stick kommt eine zweite Standortquelle dazu, nämlich das Amazon-Konto. Steht dieses Konto auf Deutschland, während das VPN eine US-Adresse meldet, widersprechen sich beide Angaben und Hulu wertet das als Warnsignal. Ein VPN im Router löst nebenbei ein zweites Stick-Problem: Dort senden einzelne Apps gern am Tunnel vorbei, im Router-Betrieb geht das nicht mehr.
Wem Hulu gehört und was das für Hulu Deutschland heißt
Hulu gehört Disney und dient dort als US-Marke für allgemeines Unterhaltungsprogramm, während Disney+ das familien- und franchisenahe Angebot trägt. Diese Arbeitsteilung erklärt, warum der Dienst in den USA eigenständig bleibt, international aber nicht als zweites Abo verkauft wird, sondern seit Oktober 2025 in Disney+ steckt.
Kommt ein eigenes deutsches Hulu-Abo?
Darin liegt schon die Antwort zum deutschen Marktstart. Disney hat den Markennamen nach Deutschland gebracht, nicht den Dienst. Eine Ankündigung, dass hulu.com hier als eigenes Abo startet, gibt es nicht, und die Reiter-Lösung spricht eher dagegen. Auf einen offiziellen Start zu warten wäre also verschenkte Zeit.
Das hat immerhin eine angenehme Nebenwirkung: Was heute im deutschen Hulu-Reiter liegt, kann morgen mehr sein, sobald Disney weitere Titel international lizenziert. Manches, wofür vor zwei Jahren noch ein VPN nötig war, läuft inzwischen ohne. Öffne deshalb erst den Reiter und suche die drei, vier Serien, um die es dir eigentlich geht. Liegen sie dort, hast du dir Geld und einen Nachmittag gespart. Liegen sie nicht dort, weißt du wenigstens genau, wofür du den Aufwand betreibst.
Dieses Muster aus Regionalsperre, Umweg und langsam nachrückenden Lizenzen gilt für fast jeden ausländischen Anbieter. Wie breit das Feld ist, zeigt unser Überblick zu ausländischen TV-Sendern. Für britisches Programm beschreibt die BBC-iPlayer-Anleitung denselben Fall. Und beim kostenlosen Channel 4 aus Großbritannien ist es dieselbe Geschichte.
Was riskierst du, wenn du Hulu per VPN schaust?
Ein VPN zu nutzen ist in Deutschland uneingeschränkt legal, egal welchen Dienst du damit ansiehst. Verletzt werden dabei Hulus Nutzungsbedingungen, die eine Umgehung der Regionalsperre ausdrücklich untersagen. Strafrechtlich hat privater Konsum keine Folgen. Das reale Risiko ist die Sperrung des eigenen Kontos, wenn Hulu die Umgehung bemerkt. Disney weist auf der offiziellen Hulu-Seite darauf hin, dass der Dienst ausschließlich in den USA und ausgewählten Territorien angeboten wird. Das ist ein rechtlicher Vorbehalt und keine Strafandrohung gegen einzelne Zuschauer.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Hulu?
Hulu ist ein US-amerikanischer Streamingdienst von Disney mit eigenem Serien- und Filmkatalog sowie einem separaten Live-TV-Paket. Er ist auf den US-Markt beschränkt und in Deutschland ohne VPN und US-Konto nicht zugänglich.
Ist Hulu in Deutschland verfügbar?
Nur der Markenname, nicht der Dienst. Seit dem 8. Oktober 2025 heißt der frühere Star-Reiter in Disney+ auch hier „Hulu“. Das eigenständige US-Hulu unter hulu.com sperrt deutsche Zugriffe weiterhin und verlangt zusätzlich eine US-Zahlungsmethode. Für den vollen US-Katalog brauchst du ein VPN mit US-Server und ein US-Konto.
Was ist Hulu bei Disney Plus?
Seit dem 8. Oktober 2025 heißt der frühere Disney+-Reiter „Star“ außerhalb der USA „Hulu“. Er enthält einen Teil der Hulu-Inhalte, etwa FX-Serien, aber nicht den vollen US-Katalog und kein Live TV.
Ist Hulu kostenlos?
Nein. Der günstigste Tarif Hulu (With Ads) kostet 11,99 US-Dollar im Monat, werbefreies Hulu 18,99 US-Dollar. Der umbenannte Disney+-Reiter ist dagegen im ohnehin bezahlten Disney+-Abo enthalten.
Warum heißt Star jetzt Hulu?
Disney hat die Marke „Star“ international eingestellt und die dort geführten Inhalte in den Hulu-Namen überführt, um seine Streamingmarken weltweit zu vereinheitlichen. Der Wechsel betraf ab Oktober 2025 alle Märkte außerhalb der USA bis auf Japan.
Brauche ich eine US-Kreditkarte für Hulu?
Für das echte US-Hulu ja, in Form einer US-Zahlungsmethode. Eine deutsche Karte wird abgelehnt, unabhängig vom VPN-Server. Eine US-Geschenkkarte oder ein PayPal-Konto mit US-Adresse sind die gängigen Alternativen.
Wem gehört Hulu?
Hulu gehört Disney und ist dort die US-Marke für allgemeines Unterhaltungsprogramm neben dem familienorientierten Disney+. International vermarktet Disney die Inhalte nicht als eigenes Abo, sondern seit Oktober 2025 als Hulu-Reiter innerhalb von Disney+.
Wann kommt Hulu nach Deutschland?
Der Markenname ist mit der Umbenennung des Star-Reiters bereits da, der eigenständige Dienst nicht. Einen angekündigten Termin für ein separates deutsches Hulu-Abo gibt es nicht.
Kann ich Hulu + Live TV aus Deutschland nutzen?
Technisch ja, praktisch ist es der aufwendigste Weg. Das Paket kostet 89,99 US-Dollar im Monat, und welche lokalen Sender darin auftauchen, hängt an der im Konto hinterlegten US-Postleitzahl, die zur Serverregion passen sollte.
Ist Hulu legal?
Ja, Hulu selbst ist ein legaler Dienst und die Nutzung eines VPNs ist in Deutschland nicht strafbar. Wogegen du verstößt, sind Hulus eigene Nutzungsbedingungen, deren Konsequenz im Zweifel eine Kontosperrung ist.
Lennart schreibt seit über zehn Jahren als freier Journalist über Technik, Software und digitale Trends. Nach seinem Studium in Hamburg hat er seine Leidenschaft fürs Erklären zum Beruf gemacht – mit dem Ziel, Technikthemen so aufzubereiten, dass sie jeder versteht. Ob VPN-Dienste, Streaming-Tipps oder die neuesten Apps: Lennart testet gründlich und schreibt ehrlich, auch wenn ein Produkt mal nicht hält, was es verspricht. Ihm ist wichtig, dass seine Leser am Ende eine gute Entscheidung treffen können, ohne sich durch Fachchinesisch kämpfen zu müssen. Wenn er nicht gerade Anbieter vergleicht, ist er mit dem Rad unterwegs oder auf der Suche nach dem besten Kaffee in Hamburg.
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