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NordVPN im Test 2026

9/10

Das beste Gesamtpaket: schnell, sicher und vielseitig.

:

    Niedrigster Preis:

    3.09€ / pro Monat

    Funktioniert mit:

    Malte Dreher

    Veröffentlicht: 27/02/2026

    Letzte Aktualisierung: 06/03/2026

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    Unabhängig getestet. Lies wie.

    NordVPN ist das meistverkaufte VPN der Welt, und das ist Ihnen vermutlich nicht entgangen. Ob bei Ihrem Lieblings-YouTuber, im Podcast oder als Sponsor großer Creator: NordVPN ist überall. Aber ist der Dienst wirklich so gut, oder nur gut vermarktet?

    Wir haben NordVPN aus eigener Tasche bezahlt und über mehrere Wochen im Alltag getestet: Geschwindigkeiten auf deutschen Servern gemessen, über 30 Streaming-Dienste geprüft, die Sicherheitsarchitektur bis zu den Deloitte-Audits nachvollzogen. Das Ziel: herausfinden, ob NordVPN hält, was das Marketing verspricht, egal ob fürs Streaming, sicheres Surfen oder den Schutz Ihrer Privatsphäre.

    Das Wichtigste in Kürze

    8.900+
    Server
    129+
    Länder
    10
    Geräte

    Vorteile

    Entsperrt Netflix, Disney+, ARD/ZDF und 30+ Streaming-Dienste
    No-Logs-Politik, fünfmal von Deloitte geprüft
    Unter 5 % Geschwindigkeitsverlust dank NordLynx
    Post-Quantum-Verschlüsselung, zertifizierter Phishing-Schutz

    Nachteile

    Kein Split-Tunneling auf iOS
    Maximal 10 Geräte (Surfshark: unbegrenzt)
    Kein echtes kostenloses Testangebot
    Fazit: NordVPN ist nicht ohne Grund Marktführer. Geschwindigkeit, Sicherheit und Streaming-Tauglichkeit ergeben ein Gesamtpaket, das im Alltag kaum Wünsche offen lässt.
    ab 3.09€ /Monat
    30-Tage-Geld-zurück-Garantie, kein Risiko
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    NordVPN Preise, Tarife und die Verlängerungsfalle

    Drei Pakete, drei Laufzeiten. Die Preise auf der Website sind Nettopreise; für deutsche Nutzer kommen 19 % Mehrwertsteuer hinzu.

    Basis, Plus, Ultimativ: Wer braucht was?

    Das Basis-Paket enthält das vollständige VPN mit allen Servern, allen Protokollen (NordLynx, OpenVPN, NordWhisper), Kill Switch, Split-Tunneling und Threat Protection Lite. Für Einzelnutzer, die einfach nur ein VPN wollen, reicht das.

    Das Plus-Paket fügt den NordPass-Passwort-Manager und den Data Breach Scanner hinzu. Sinnvoll, wenn Sie ohnehin einen Passwort-Manager suchen und nicht bereits einen nutzen.

    Das Ultimativ-Paket bringt zusätzlich 1 TB verschlüsselten Cloud-Speicher (NordLocker) und eine Cyber-Versicherung. Lohnt sich in den wenigsten Fällen.

    Was Sie tatsächlich zahlen

    PaketMonat1 Jahr2 Jahre
    Basis12,99 €4,59 €/Monat3,09 €/Monat
    Plus13,99 €5,49 €/Monat3,59 €/Monat
    Ultimativ14,99 €7,49 €/Monat6,59 €/Monat

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    Zum Anbieter

    Die Verlängerungsfalle: 275 % teurer, plus eine Sammelklage

    Der günstige Einführungspreis hat einen Haken. Nach Ablauf der ersten Laufzeit steigt der Preis drastisch: Wer den Basis-2-Jahres-Tarif für 83,43 € abschließt, zahlt bei automatischer Verlängerung plötzlich 139,08 € pro Jahr. Das entspricht einem Anstieg von rund 275 %. Das kennt man von Fitnessstudios: Der Einstiegspreis lockt, die Verlängerung tut weh.

    Diese Praxis hat rechtliche Konsequenzen. Seit 2024 läuft eine Sammelklage in den USA (Wittels McInturff Palikovic gegen NordVPN), mittlerweile eingereicht in sechs Bundesstaaten. Der Vorwurf: Verlängerungspreise würden nicht transparent genug kommuniziert, Kunden Wochen vor dem eigentlichen Ablaufdatum belastet und die 30-Tage-Geld-zurück-Garantie nicht konsequent eingehalten. Stand Februar 2026 ist das Verfahren noch offen.

    Unsere Empfehlung: Schalten Sie die automatische Verlängerung direkt nach dem Kauf ab. Tragen Sie sich das Kündigungsdatum im Kalender ein, so wie man es bei jedem Handyvertrag machen sollte. Wenn Ihr Abo ausläuft, können Sie sich über aktuelle Angebotslinks häufig erneut zum Einführungspreis registrieren. Auf Android gibt es eine 3-tägige kostenlose Testphase (ehemals 7 Tage, reduziert seit 2025) über den Google Play Store.

    Der Basis-Tarif im 2-Jahres-Abo bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Greifen Sie nur zum Plus-Tarif, wenn Sie den Passwort-Manager tatsächlich nutzen werden.

    Geschwindigkeit: Unter 5 % Verlust mit NordLynx

    NordLynx ist NordVPNs Eigenentwicklung auf Basis von WireGuard und in allen Apps standardmäßig aktiviert. Es ist das Protokoll, das in unabhängigen Tests durchgängig die besten Ergebnisse liefert.

    Was die unabhängigen Tests zeigen

    Die Datenlage ist eindeutig. West Coast Labs, ein unabhängiges Sicherheitslabor aus den USA, testete NordVPN gegen die wichtigsten Konkurrenten und maß einen Durchschnitt von über 817 Mbit/s mit NordLynx. Auf Windows, macOS und in sämtlichen regionalen Tests (darunter Deutschland) lag NordVPN vorn. CNET kam in Hunderten Messungen über das Jahr 2025 auf einen Geschwindigkeitsverlust von nur 3 %, während die meisten Konkurrenten zwischen 16 und 24 % verloren. VPNOverview ermittelte im eigenen Testdurchlauf 2026 einen Durchschnitt von 779,9 Mbit/s über zehn internationale Server. CyberInsider erreichte auf einem nahegelegenen US-Server sogar 903 Mbit/s.

    Ein Muster zieht sich durch alle Quellen: Bei Kurzstreckenverbindungen schluckt NordLynx kaum Geschwindigkeit. Bei Langstrecken (Europa nach Asien oder Australien) fallen die Werte stärker, bleiben aber über dem Niveau, das 4K-Streaming oder Videokonferenzen erfordern.

    OpenVPN bleibt als Alternative verfügbar, fällt aber deutlich ab. TechRadar maß rund 173 Mbit/s damit, besser als früher (110 Mbit/s), aber kein Vergleich zu NordLynx. Einen Grund, OpenVPN zu wählen, gibt es nur, wenn eine spezielle Firewall-Konfiguration es erfordert.

    Deutsche Server: Frankfurt, Berlin, Hamburg

    Für Nutzer in Deutschland besonders relevant: Server in Frankfurt, Berlin und Hamburg, alle mit 10-Gbit/s-Anbindung. Auf einer 100-Mbit/s-Leitung lag der Geschwindigkeitsverlust über den Frankfurter Server bei 5 %. Auf einer Gigabit-Leitung wurden Werte von über 900 Mbit/s gemessen. Der Ping von Frankfurt nach New York liegt mit NordLynx typischerweise unter 90 ms, ausreichend für Cloud-Gaming und Videokonferenzen. Wer abends um acht die Tagesschau über die Mediathek schaut, merkt keinen Unterschied zum Direktempfang.

    NordWhisper: VPN-Verkehr als normaler Webtraffic getarnt

    Seit Januar 2025 gibt es NordWhisper, ein Protokoll auf Basis der WebTunnel-Technologie des Tor-Projekts. Es tarnt VPN-Verkehr als normalen Webtraffic und ist für restriktive Netzwerke gedacht, etwa Unternehmen, Schulen oder Länder mit Internetzensur. In Tests konnte NordWhisper Verbindungen aufbauen, wo NordLynx und OpenVPN blockiert wurden. Die Geschwindigkeit liegt spürbar darunter, weshalb NordWhisper eine Ausweichoption bleibt, kein Standardprotokoll.

    Was im Paket steckt: Die wichtigsten Funktionen

    Kill Switch: Pflicht, nicht Kür

    Der Kill Switch unterbricht sofort die gesamte Internetverbindung, falls das VPN ausfällt. Auf Windows und Linux gibt es zusätzlich einen App-Kill-Switch, der nur ausgewählte Programme stoppt und den Rest weiterlaufen lässt. Auf macOS und iOS existiert nur der systemweite Kill Switch. Unsere Einschätzung: Den Kill Switch sollten Sie sofort nach der Installation aktivieren und nie wieder ausschalten. Ohne ihn kann Ihre echte IP-Adresse bei einem Verbindungsabbruch für Sekunden sichtbar werden.

    Threat Protection Pro: Mehr als ein Werbeblocker

    Threat Protection Pro blockiert Tracker, Werbung, Phishing-Seiten und schädliche Downloads, auch wenn keine VPN-Verbindung aktiv ist. Im jüngsten AV-Comparatives-Test (Januar 2026) erreichte das Tool eine Phishing-Erkennungsrate von 92 % bei null Fehlalarmen, Platz vier aller getesteten Produkte. Wichtig zu wissen: Threat Protection Pro läuft nur auf Windows und macOS (Sideload-Version), nicht auf Mobilgeräten. Auf iOS, Android und Linux gibt es nur die abgespeckte Variante Threat Protection, die DNS-basiert filtert und ein aktives VPN voraussetzt. Der Plus-Tarif ist Voraussetzung für die Pro-Version. Wer nur den Basis-Tarif nutzt, bekommt lediglich die DNS-Filterung.

    Double VPN und Onion over VPN

    Double VPN routet den Datenverkehr über zwei Server in verschiedenen Ländern und verschlüsselt zweimal. Onion over VPN kombiniert VPN mit dem Tor-Netzwerk, ohne separaten Tor-Browser. Beide Funktionen richten sich an Journalisten, Aktivisten oder Nutzer in Ländern mit Internetzensur. Für den deutschen Alltag sind sie überdimensioniert, und Double VPN kostet laut Security.org bis zu 80 % Geschwindigkeit.

    Split-Tunneling: Nicht auf allen Plattformen

    Split-Tunneling lässt Sie festlegen, welche Apps durch das VPN laufen und welche Ihre reguläre Verbindung nutzen. Praktisch für Banking-Apps, lokale Drucker oder Dienste, die bei VPN-Nutzung streiken. Verfügbar auf Windows, Linux und Android. Auf iOS und macOS fehlt die Funktion, da Apple sie auf Systemebene einschränkt. Für Nutzer im Apple-Ökosystem ist das der spürbarste Nachteil im Alltag.

    Dark Web Monitor und Dedicated IP

    Der Dark Web Monitor durchsucht Darknet-Marktplätze nach geleakten Zugangsdaten, die mit Ihrer Nord-E-Mail verknüpft sind, und warnt in Echtzeit. Ein nettes Extra, das in allen Tarifen enthalten ist, aber keinen eigenständigen Monitoring-Dienst wie HaveIBeenPwned ersetzt.

    Dedicated IP ist ein kostenpflichtiges Add-on (ab 3,69 $/Monat im 2-Jahres-Abo) und gibt Ihnen eine feste IP-Adresse, die nur Sie nutzen. Das reduziert CAPTCHAs, verhindert IP-Blacklisting und erleichtert den Zugang zu Firmennetzwerken per Allowlist. Verfügbar in 27 Ländern. Für die meisten Privatnutzer unnötig, für Remote-Arbeiter mit VPN-Pflicht im Unternehmen aber ein echtes Problem weniger.

    Sechs Audits, RAM-only-Server und Post-Quantum-Verschlüsselung

    Verschlüsselung und Quantensicherheit

    Alle Verbindungen laufen über AES-256-GCM oder ChaCha20 (bei NordLynx/WireGuard). Seit Mai 2025 ist zusätzlich Post-Quantum-Verschlüsselung (PQE) auf allen Plattformen verfügbar: Windows, macOS, iOS, Android und Smart-TVs. PQE schützt gegen sogenannte “Harvest Now, Decrypt Later”-Angriffe, bei denen verschlüsselter Datenverkehr heute abgefangen und in Zukunft mit Quantencomputern entschlüsselt werden könnte. Laut CTO Marijus Briedis plant das Unternehmen, im ersten Halbjahr 2026 auch die Authentifizierung quantensicher zu machen. Unter den großen VPN-Anbietern war NordVPN einer der ersten mit flächendeckender PQE-Unterstützung.

    No-Logs: Sechsmal geprüft nach ISAE 3000

    Die No-Logs-Politik wurde inzwischen sechsmal von unabhängigen Prüfern bestätigt. PricewaterhouseCoopers übernahm die ersten beiden Audits (2018 und 2020), Deloitte Litauen die folgenden vier (2022, 2023, 2024 und Ende 2025). Das jüngste Audit lief vom 10. November bis 12. Dezember 2025 nach dem internationalen ISAE-3000-Standard. Deloitte prüfte Server-Infrastruktur, Konfigurationen, Deployment-Prozesse und befragte Mitarbeiter. Das Ergebnis: keine gespeicherten Browsing-Aktivitäten, IP-Adressen oder Verbindungszeitstempel. Der vollständige Bericht ist nach Login im Nord-Konto einsehbar.

    Zusätzlich unterzog sich NordVPN 2025 einem Sicherheitsaudit durch Cure53, das Penetrationstests und Code-Reviews sämtlicher Desktop- und Mobile-Apps, Browser-Erweiterungen, Threat Protection Pro und Meshnet umfasste. Keine kritischen Schwachstellen gefunden.

    RAM-only-Infrastruktur

    Seit 2020 laufen ausschließlich RAM-only-Server, die keinerlei Daten auf Festplatten schreiben. Bei jedem Neustart wird alles gelöscht. Diese Umstellung war eine direkte Reaktion auf den Sicherheitsvorfall von 2019 (dazu mehr im Abschnitt Schwachstellen). Mittlerweile setzt NordVPN auf kolocierte Server in Schlüsselregionen mit voller Kontrolle über die Hardware. Anfang 2026 umfasst das Netzwerk über 8.900 Server in 129 Ländern.

    Firmensitz Panama: Was das bedeutet

    Der Dienst operiert unter panamaischer Gerichtsbarkeit, außerhalb der Five/Nine/Fourteen-Eyes-Allianzen. Keine gesetzliche Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung, keine Verpflichtung zur Herausgabe von Nutzerdaten an ausländische Behörden. Selbst bei einer Anfrage hätte NordVPN aufgrund der RAM-Server und No-Logs-Architektur nichts herauszugeben. Die Muttergesellschaft Nord Security ist allerdings in Amsterdam registriert und unterhält Büros in Litauen, was Kritiker regelmäßig anmerken. Die sechs unabhängigen Audits liefern bislang keine Hinweise darauf, dass der Panama-Sitz nur ein Marketingargument ist.

    Streaming: Netflix, DAZN und deutsche Mediatheken im Ausland

    In unseren Tests entsperrte NordVPN sämtliche getesteten Dienste: Netflix (US, UK, DE, JP und weitere Regionen), Disney+, Amazon Prime Video, BBC iPlayer, Hulu, Max, Peacock, Paramount+, DAZN und Sling TV. Die Erfolgsquote bei Netflix lag bei 100 % über alle getesteten Regionen.

    4K-Streaming funktionierte selbst über längere Distanzen ruckelfrei. Von Europa aus lieferte ein US-Server Disney+ in 4K ohne Puffern. Die NordLynx-Geschwindigkeit (über 950 Mbit/s in Tests) und SmartPlay, das VPN-Verschlüsselung mit Smart-DNS kombiniert, machen das möglich. SmartPlay erschwert die Erkennung durch Streaming-Dienste.

    ARD, ZDF, Joyn, RTL+, DAZN aus dem Ausland

    Über 400 Server in Deutschland (Frankfurt, Hamburg und Berlin) machen den Zugriff auf deutsche Mediatheken aus dem Ausland zuverlässig möglich. In sämtlichen Tests funktionierten ARD Mediathek, ZDF Mediathek, Joyn (inklusive Joyn Plus+) und RTL+ problemlos. Selbst DAZN, das VPN-Verbindungen aktiv erkennt und blockiert, ließ sich mit NordVPN aus dem Ausland nutzen.

    Der praktische Anwendungsfall: Sie sitzen auf Mallorca im Liegestuhl und die Bundesliga-Konferenz läuft nicht. Server in Frankfurt wählen, drei Sekunden warten, Anpfiff.

    Ein Sonderfall ist WOW (ehemals Sky Ticket). Auch NordVPN kann WOW nicht durchgängig garantieren. Wer primär dafür ein VPN sucht, sollte das Risiko kennen.

    SmartPlay vs. SmartDNS

    Zwei Streaming-Technologien, die gelegentlich verwechselt werden. SmartPlay ist in allen VPN-Apps integriert, läuft automatisch im Hintergrund und kombiniert DNS-Umleitung mit vollständiger VPN-Verschlüsselung. Konfiguration: keine nötig.

    SmartDNS ist für Geräte ohne VPN-App-Unterstützung gedacht: ältere Smart-TVs, PlayStation, Xbox oder Apple TV ohne tvOS-App. Es ändert nur die DNS-Einstellungen, bietet keinerlei Verschlüsselung, dafür aber null Geschwindigkeitseinbußen. SmartDNS-Server stehen ausschließlich in den USA, entsperren aber über 150 Streaming-Dienste.

    Nutzen Sie SmartPlay auf allen Geräten, die es unterstützen. SmartDNS ist die Lösung für Geräte, auf denen sich schlicht keine VPN-App installieren lässt.

    Apps im Alltag: Von Windows bis Linux-GUI

    Desktop: Windows, macOS, Linux

    Die Windows-App bietet den größten Funktionsumfang: Threat Protection Pro, Split-Tunneling, benutzerdefinierte DNS-Einstellungen und alle Spezialserver (Double VPN, Onion over VPN, verschleierte Server). Die Hauptansicht zeigt eine Weltkarte mit Serverstandorten. Ein Klick auf ein Land genügt, NordVPN wählt automatisch den schnellsten Server. Seit Dezember 2025 schlägt eine KI-gestützte Funktion den optimalen Server auf Basis der aktuellen Netzwerkauslastung vor, nicht nur der geografischen Nähe.

    Die macOS-App existiert in zwei Varianten: Die App-Store-Version kommt mit Threat Protection Lite, die direkt von NordVPN heruntergeladene Version mit vollem Threat-Protection-Umfang. Wer den vollen Schutz will, muss die Sideload-Version nutzen. NordVPN kommuniziert das nirgendwo prominent.

    Der größte Sprung 2025 war die Linux-App. Bis Mai war NordVPN unter Linux nur per Kommandozeile nutzbar. Seitdem gibt es eine vollwertige GUI, die aussieht und funktioniert wie die Windows-Version: Serverwahl per Klick, Hell-/Dunkel-Modus, NordWhisper und Post-Quantum-Verschlüsselung inklusive. Im Oktober 2025 veröffentlichte NordVPN den Quellcode der Linux-GUI auf GitHub. Installation läuft über ein einziges Snap-Kommando mit automatischen Updates.

    Mobil: Android und iOS

    Beide Mobile-Apps wurden im Februar 2026 komplett überarbeitet: aufgeräumtere Oberfläche, vereinheitlichte Suche, bessere Statusanzeigen. Im Alltag reagieren beide Apps schnell, Serververbindung klappt mit wenigen Taps.

    Der wichtigste Unterschied: Android bietet Split-Tunneling und Auto-Connect für verschiedene WLAN-Netzwerke. iOS bietet nur Auto-Connect. Apple schränkt Split-Tunneling auf Systemebene ein, was auch Proton VPN und Surfshark betrifft. Der Akkuverbrauch liegt bei beiden Plattformen bei etwa 2-3 % zusätzlichem Verbrauch über einen achtstündigen Arbeitstag.

    Fire TV, Apple TV, Router und Meshnet

    Native Apps gibt es für Android TV, Amazon Fire TV Stick, tvOS (Apple TV 4K) und seit 2025 für Windows-ARM-Geräte (Surface Pro und ähnliche). Für Router gibt es Anleitungen und vorkonfigurierte Firmware. Wer den Router einrichtet, schützt alle Geräte im Netzwerk, verliert aber die Möglichkeit, pro Gerät unterschiedliche Server zu wählen.

    Zur Meshnet-Funktion, die bis zu 60 Geräte in einem privaten verschlüsselten Netzwerk verbindet: NordVPN hatte im September 2025 angekündigt, Meshnet einzustellen. Nach massivem Nutzer-Feedback wurde die Entscheidung im Oktober zurückgenommen. Meshnet bleibt bestehen und soll als Open Source veröffentlicht werden. Praktisch ist es vor allem für den Fernzugriff auf den Heimrechner oder LAN-Gaming über Entfernungen.

    Die Schwachstellen: Tesonet, der Breach und fehlende Transparenz

    10 Geräte, reicht das?

    Maximal 10 gleichzeitige Verbindungen pro Konto. Branchenstandard, für Einzelpersonen ausreichend. Für größere Haushalte wird es eng: Smartphone, Laptop, Tablet, Smart-TV, Arbeitsrechner, das war eine Person. Die Alternative: NordVPN auf einem Router einrichten, der als ein Gerät zählt und alle angeschlossenen Geräte schützt.

    Serveranzahl: Nicht mehr öffentlich kommuniziert

    Anfang 2025 hat NordVPN die genaue Serveranzahl aus seinem Marketing entfernt. Die Schätzungen liegen bei über 8.000, TechRadar spricht von über 9.000. Weniger Transparenz bei einem Dienst, dem man seine Daten anvertraut, ist kein gutes Zeichen. Proton VPN nennt seine über 15.000 Server offen.

    Die Tesonet-Verbindung

    NordVPN wurde durch Tesonet aufgebaut, einen litauischen Startup-Inkubator, der unter anderem Datenextraktionsdienste betreibt (Marke OxyLabs). 2018 bezeichneten Gerichtsdokumente NordVPN als “Tesonets VPN.” NordVPN bestreitet eine Kontrolle durch Tesonet und verweist auf die panamaische Muttergesellschaft Tefincom S.A. als Eigentümer. Dazu kommt: Nord Security hat 2022 Surfshark übernommen, sodass zwei der größten VPN-Marken unter einem Dach operieren. Die sechs unabhängigen Audits und die technische Infrastruktur bestätigen bislang, dass NordVPN hält, was es verspricht. Wer dennoch maximale Unabhängigkeit sucht, findet im Abschnitt Alternativen passende Optionen.

    Der Breach von 2019, und die Reaktion

    Im März 2018 wurde ein einzelner gemieteter Server in einem finnischen Rechenzentrum kompromittiert. NordVPN erfuhr im Oktober 2019 davon und machte den Vorfall erst nach Medienberichten öffentlich, rund 18 Monate nach dem Breach. Nutzerdaten wurden laut Unternehmen nicht kompromittiert, aber die verzögerte Kommunikation war ein schwerer Vertrauensbruch.

    Die Reaktion: Umstellung auf kolocierte RAM-only-Server, sechs unabhängige Audits, vollständige Überarbeitung der Infrastruktur. Anfang Januar 2026 behauptete ein Hacker, einen Entwicklungsserver kompromittiert zu haben. NordVPN dementierte umgehend, deutlich schneller und transparenter als 2019.

    Kleinere Ärgernisse im Alltag

    Die kostenlose Android-Testphase schrumpfte von 7 auf 3 Tage. Banking-Apps und Google-Dienste melden gelegentlich verdächtige Aktivitäten bei aktivem VPN, was alle VPN-Anbieter betrifft. Die Streaming-App-Performance auf Fire TV Stick und Google Streamer ist laut Nutzerberichten träger als auf dem Desktop. Und die macOS-App aus dem App Store bietet weniger Funktionen als die direkt heruntergeladene Version.

    NordVPN vs. Surfshark, ExpressVPN und Proton VPN

    Surfshark: Günstiger, unbegrenzte Geräte

    Surfshark kostet ab 1,99 €/Monat im 2-Jahres-Tarif und erlaubt unbegrenzte Geräte pro Konto, die bessere Wahl für Familien oder WGs. Geschwindigkeit ist vergleichbar, auf kurzen Distanzen sogar gleichauf, auf langen Strecken minimal langsamer. Streaming funktioniert zuverlässig mit Netflix, Disney+, ARD und ZDF. Was fehlt: weniger Server (ca. 4.500 vs. 8.000+), weniger Standorte (100 vs. 129 Länder), kein AV-Comparatives-zertifizierter Phishing-Schutz, kürzere Audit-Historie. Surfshark gehört seit 2022 zu Nord Security. Wenn Budget und Geräteanzahl entscheiden, ist Surfshark die richtige Wahl.

    ExpressVPN: Intuitivste Bedienung, geringere Geschwindigkeit

    ExpressVPN hat preislich nachgelegt: Der günstigste 2-Jahres-Tarif liegt bei 2,44 $/Monat, mit Extras wie Passwort-Manager und KI-Assistent je nach Plan. Die Bedienung gilt als die intuitivste am Markt. 23 erfolgreiche Sicherheitsaudits (inklusive vier ISO-Zertifizierungen) und RAM-only-Server (TrustedServer) stützen das Sicherheitsversprechen. Der Aircove-Router (ab ca. 170 $) bleibt ein Alleinstellungsmerkmal für technisch weniger versierte Haushalte. Wer maximale Einfachheit über maximale Geschwindigkeit stellt, fährt mit ExpressVPN gut.

    Proton VPN: Open Source, Schweizer Datenschutz

    Proton VPN richtet sich an Nutzer, die Unabhängigkeit von großen Konzernen suchen. Sitz in der Schweiz, vollständig Open Source, über 15.000 Server und ein kostenloser Tarif ohne Datenlimit. Die Secure-Core-Architektur routet Datenverkehr über besonders geschützte Server in der Schweiz, Schweden und Island. In Geschwindigkeitstests 2026 lag Proton VPN bei Uploads teilweise vorn, bei Downloads jedoch hinter NordVPN. Streaming-Unterstützung hat sich verbessert, reicht aber nicht ganz an NordVPN heran. Für wen Open Source und Schweizer Datenschutzrecht nicht verhandelbar sind, gibt es keine bessere Option.

    Lohnt sich NordVPN 2026?

    Ja, wenn Sie den Verlängerungspreis kennen und die Auto-Renewal sofort abschalten.

    Technisch hat kein anderer Anbieter dieses Gesamtpaket: schnellstes Protokoll, die meisten unabhängigen Audits, zuverlässigstes Streaming, Post-Quantum-Verschlüsselung auf allen Plattformen. Die 10-Geräte-Grenze reicht für Einzelpersonen und kleine Haushalte. Größere Familien fahren mit Surfshark besser. Und wer maximale Transparenz will, sollte sich Proton VPN ansehen.

    Unsere Empfehlung: Der Basis-Tarif im 2-Jahres-Abo (ca. 3,68 € brutto/Monat) reicht für die allermeisten Nutzer. Für den Preis einer Brötchentüte pro Tag bekommen Sie ein VPN, das in Geschwindigkeit, Sicherheit und Streaming-Kompatibilität keinen Konkurrenten an sich heranlässt. Den Plus-Tarif brauchen Sie nur, wenn Sie den Passwort-Manager und den erweiterten Bedrohungsschutz tatsächlich nutzen werden.

    Häufig gestellte Fragen

    Alles, was du vor dem Kauf über NordVPN wissen solltest.